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Tipps zur
Film- und Projektorpflege
Filmreinigung
Filmlagerung
Projektorreinigung
Welches
Filmmaterial?
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Filme müssen regelmäßig
gereinigt werden.
Dies sollte man allerdings richtig machen.
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Filmreinigung:
Das Filmreinigungsmittel sollte auf
jeden Fall ein gutes Mittel sein, das Film und Tonspur auch bei größerer
„Benässung“ nicht angreift.
Ich habe mein Reinigungsmittel von der Firma Rinser (www.kinotechnikrinser.de
), und bin damit sehr zufrieden. Eine 500 ml Flasche kostet etwa 8,00 Euro. Die
Flasche reicht bei normalen Gebrauch für mehrere Jahre. Den Film kann man damit eigentlich völlig
nass machen, passieren tut da nichts. Der Film sollte jedoch nicht nass
aufgewickelt werden, da das Mittel dann im aufgewickelten Zustand nicht mehr
verdunsten kann.
Die Filmreinigungstücher sind eigentlich viel zu teuer für z.B. 4 - 5 Euro das
Stück. Die Tücher sind nämlich nichts anderes, als ganz normale, fusselfreie
Baumwolltücher. Ein Brillentuch ist z.B. genau das gleiche. Ich hab mir vor
etwa 15 Jahren mal ein 30er Pack großer Tücher für 30 Pfennig das Stück
zugelegt. Der Verkäufer fragte mich damals, was ich mit so vielen Tüchern will.
Na, ja...
...die sind bis heute noch lange nicht verbraucht.
Was das Tuch angeht, kann man also nach
einer Alternative suchen. Man kann
diese übrigens auch mal waschen und mehrmals verwenden. Der Filmreiniger sollte
aber schon der Richtige sein.
Durch die Behandlung mit einer solchen
Flüssigkeit bewahrt man dem Streifen nicht nur seine natürliche und notwendige
Eigenfeuchtigkeit und verhindert somit ein vorzeitiges Schrumpfen des Filmbandes
(durch Austrocknung hervorgerufene Verengung und Verschiebung der Perforation,
was unruhigen Bildstand, Unschärfen und endlich Beschädigungen des Films zur
Folge hat). Auch befreit man den Filmstreifen von Staub, Kittresten und Öl. In
gewissen Grenzen wird das Filmband antistatisch (staubabstoßend) gemacht. Überflüssige
Schichtreste, die bei der Umkehrung nicht herausgewaschen wurden, lösen sich.
Jeder Film sollte übrigens mindestens
einmal pro Jahr durch so ein Reinigungsmittel gezogen werden, egal ob er vorgeführt
oder nur gelagert wurde. So wird zum Beispiel einer Schrumpfung
entgegengewirkt.
Ausgenommen Polyesterfilme, diese schrumpfen auch bei jahrelanger Lagerung
nicht.
Hier möchte ich auch noch darauf
hinweisen, dass so mancher alter, grüner Vorspann heute sehr stark geschrumpft
sein kann. Dies habe ich sehr oft dann festgestellt, wenn mal ein Film jahrelang
nicht vorgeführt wurde. Ein Einfädeln wurde dann unmöglich. Beim probeweise
Einlegen in die Perforation der Klebepresse hat sich schnell herausgestellt,
dass der Vorspann im Bereich von 10 cm mindestens 1 mm geschrumpft war. In einem solchen
Fall hilft nur Eines: Den ganzen Vorspann abschneiden und ersetzten. Glücklicherweise
sind solche Extremwerte nur bei bestimmten Billigvorspann zu bemerken. Bei Film
wäre das fatal.
Zur Anwendung:
Am besten geht dies auf einem Film-Umroller.
Das Tuch mit dem Filmreiniger an einer sauberen Stelle anfeuchten.
Dann das Tuch zwischen Daumen und Zeigefinger zusammenfalten und den Film durch
das Tuch ziehen. Wenn der Film noch zu nass ist, nicht zu schnell aufwickeln.
Dieser darf nämlich nur trocken aufgespult werden.
Bei leichtverschmutzten Filmen ca. alle 70 Meter die Stelle am Tuch wechseln
und den Vorgang wiederholen.
Wenn der Film stark verschmutzt ist, sollte man etwas mehr Reiniger nehmen
und beim Tuch ca. alle 10 -20 Meter die Stelle wechseln. Oft gibt es dann
auch starke, braune Flecken von der Tonspur, das ist völlig normal. Danach
sollte man den ganzen Vorgang noch einmal wiederholen, dann aber nicht mehr so
viel Reiniger verwenden.
Wie viele Meter man in einem Durchgang reinigen kann, hängt in erster Linie
von der Verschmutzung ab, die im Tuch hängen bleibt. Bei neu erworbenen
Gebrauchtfilmen, die noch nie gereinigt wurden und vielleicht sogar noch einen
Belag von Zigarettenrauch hatten, habe ich die Tuchstelle schon mal alle 3 Meter
gewechselt. Manchmal drehe ich aber auch 100 Meter auf einmal durch. Goldene Regel: Je
schmutziger, desto öfters das Tuch wechseln.
Wenn man einen absolut sauberen Film hat, der nur ein bisschen verstaubt ist,
genügt es manchmal auch, den Film durch ein trockenes Tuch zu ziehen.
So manche Feinheiten, die man nicht messen kann, muss man dann eben selbst
entscheiden.
Wenn man das erste mal so eine Reinigung durchführt, braucht man ja nicht
gleich mit seinen wertvollsten Filmen anfangen.
Sollte man beim Reinigen eine
Beschädigung am Film feststellen, dann ist es angebracht, diese sofort
herauszuschneiden und zu kleben, danach
wird es sonst garantiert wieder vergessen. Selbstverständlich darf der Film nur
mit einer entsprechenden Klebepresse und Klebemittel repariert werden.
Übrigens sind frisch entwickelte selbstgedrehte Filme noch sehr empfindlich.
Wird hier der Film staubig aufgewickelt, entstehen die gefürchteten Macken
oder sogar Streifen, die sich später durch kein Reinigen mehr entfernen
lassen. Vor der ersten Vorführung und dem ersten Schnitt sollte der Film erst einige Tage aushärten.
Deshalb wird den alten Super 8 Filmen
immer so ein verregnetes und
streifiges Bild unterstellt (wie man manchmal im Fernsehen sieht).
Das muss aber nicht sein, wenn man seine Filme von Anfang an liebevoll
behandelt.
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Filme lagert man möglichst
in
Weißblechdosen. |
Filmlagerung:
Die Filme sollten möglichst um 18 Grad Celsius, und bei einer
Luftfeuchtigkeit von 50 –
60 % gelagert werden. Am besten in einer Weisblechdose, da diese chemisch völlig
neutral ist. Da man aber nicht für jeden Film so eine teure Dose parat hat, tut
es auch eine Plastikkassette oder Originalhülle. Auf jeden Fall sollte er
staubfrei verschlossen sein.
Für die Langzeitlagerung
wertvoller Filme sollte aber ausschließlich eine Weißblechdose
verwendet werden.
Filme bis 360 Meter können senkrecht
gelagert werden.
Bei Filmen mit Magnettonspur sollte es
selbstverständlich sein, diese nicht in der Nähe von starker magnetischer
Strahlung, z.B. Fernsehgeräten oder Lautsprechern zu lagern.
Filme, die einige Jahre nicht projiziert
wurden, sollte man gelegentlich mal umspulen.
Chemische Einflüsse:
Hierzu gehören alle Einflüsse, die geeignet sind, die Atmosphäre im
Filmschrank oder Filmbehälter mit schädlichen Gasen anzureichern. Ein frisch
gebeizter Holzschrank kann dies z.B. verursachen.
Mit ungeeigneten, eventuell benzolhaltigen Filzschreibern beschriftete
Einlagezettel in den Filmbehältern kann derselbe Effekt erzielt werden.
Dies wird sich allerdings nur nach einer Langzeitlagerung bemerkbar machen.
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Elmo-Filmprojektoren lassen
sich sehr leicht zum Reinigen öffnen.
Das Objektiv kann einfach nach der Seite weggeschwenkt werden. |
Projektorreinigung:
Alle oben stehenden Ratschläge nützen aber wenig, wenn man seine Filme mit einem
unsachgemäßen Projektor abspielt. So sollte sich das Gerät immer im technisch
einwandfreien Zustand befinden.
Alle Filmführenden Teile müssen regelmäßig
gereinigt werden. Das gilt für die gesamte Filmbahn. Die Filmführungsrollen
müssen
so leicht laufen, dass sie sich bei dem darüber laufenden Film mitdrehen. Ist
dies nicht der Fall, müssen diese eventuell gereinigt, geölt oder
gegebenenfalls ersetzt werden. Wird
auf der Leinwand Staub mit projiziert, muss das Bildfenster mit einem
entsprechenden Staubpinsel gereinigt werden. Bei dem Elmo Geräten geht dies
kinderleicht, indem man einfach das Objektiv seitlich wegklappt.
Ein verschmutztes und schlecht laufendes Gerät wird früher oder später
unweigerlich zur Zerstörung der Filme führen, das man dadurch bemerkt, dass
immer mehr Laufstreifen zu sehen sind.
| Acetat oder Polyester?
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Es gibt für Super8-Filme zwei verschiedene
Trägermaterialien, Acetat und Polyester. Beide sind nicht entflammbar,
unterscheiden sich aber in ihren Eigenschaften. Beide haben Vor-, und Nachteile:
Während Acetatfilm reißen oder brechen
kann, hält Polyester stand, kann sich unter Belastung aber dehnen. Diese
Stabilität, die zunächst nach Vorteil (längere Haltbarkeit der Kopie) klingt,
kann aber, wenn es Probleme im Projektor gibt, wichtige mechanische Bestandteile
des Projektors zerstören. Acetatfilm würde in der gleichen Situation einfach
nur reißen.
Polyesterfilm ist dünner als
Acetatfilm. Dadurch kann man auf einer Filmspule mehr Filmmeter unterbringen.
Auf eine 240 Meter Spule passen 360 Meter Polyesterfilm.
Acetat kann man trocken (mit Klebeband)
oder mit Filmkleber
(Filmzement) kleben, Polyester kann man nur trocken kleben.
Polyesterfilme halten länger und
bekommen auch keinen Rotstich (rötliche Färbung des Bildes).
Polyester kann sich bei geringer
Luftfeuchtigkeit leicht statisch aufladen, das kann zu Problemen bei der
Abwicklung des Films von der Spule führen und auch ein Knistern in den
Lautsprechern verursachen.
Um zu erfahren, aus welchen Material ein
Film ist, kann man den Reißtest am Anfang oder
Ende der Kopie machen. Lässt sich der Film reißen, ist es Acetat.
Polyesterfilm wird man mit bloßen Fingern nicht zerreißen können.
Man kann die Filmspule seitlich, also
mit Blick auf die zahlreichen Wicklungen, gegen das Licht halten. Ist das Trägermaterial
transparent, ist es Polyester, ist es dunkel, Acetat.
Im allgemeinen hat sich aber Polyester
als das bessere Filmmaterial durchgesetzt.
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